FAQs

Häufig gestellte Fragen zur s Wohnbauanleihe

Die Wohnbauanleihe ist eine besondere Form der Anleihe und hat zum Ziel, für den Wohnbau in Österreich günstige Finanzierungsmittel aufzubringen. Im Vordergrund steht dabei die Finanzierung von neuen Wohnungen, Eigenheimen und gemeinnützigen Wohnbauten. Die Wohnbauanleihe bringt überdies einen Steuervorteil:

4% KESt-Freiheit: Zinsen in der Höhe von bis zu 4% p.a. sind bei der Wohnbau-Anleihe für in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige Privatanleger -unabhängig von Ersterwerb und Behaltefrist - von der Kapitalertragssteuer (KESt) befreit.

Für Wohnbauanleihen-Emissionen müssen die Wohnbaubanken einen Prospekt erstellen, da das Befreiungsprivileg für Daueremissionen Ende 2008 abgelaufen ist. Dieser Prospekt umfasst neben einer detaillierten Emittentenbeschreibung, der Beschreibung des Wertpapiers auch umfassende Risikohinweise (ca. 100 Seiten). Ab 2009 darf eine Emission nur dann öffentlich platziert werden, wenn ein Prospekt gemäß KMG (Kapitalmarktgesetz) von der FMA gebilligt wurde.

Jeder Kunde kann einen Kauf von Wohnbauanleihen über seinen Bankberater in Auftrag geben. Dieser gibt den Kauf in die Banksysteme ein und die Abrechnung erfolgt über das Verrechnungskonto. Voraussetzung ist ein Wertpapierdepot.

Kunde bei Fremdbanken: Grundsätzlich kann der Kunde auch bei einer Fremdbank unsere Wohnbauanleihe ordern. Selbstverständlich kann dieser Kunde bei jeder Erste Bank und Sparkasse ein eigenes Wertpapierdepot eröffnen.

Das Wertpapier wird nicht physisch ausgegeben. Der Käufer erhält daher keine Urkunde, die erworbenen Wertpapiere werden auf das Depot gebucht. Der Depotauszug zeigt eine Übersicht über die einzelnen Wertpapiere. Zu einem Wertpapierdepot gibt es immer ein Verrechnungskonto (meist Girokonto), auf das die Zinsen ausgezahlt werden, von dem aus die Anleihe bezahlt und auf das der Tilgungs- bzw. Verkaufserlös ausgezahlt wird.

Bei Stückzinsen handelt es sich um den rechnerischen Zinsanteil von festverzinslichen Wertpapieren, der zeitanteilig auf den Zeitraum zwischen zwei Zinsterminen anfällt.

Sie fallen bei Verkauf der Anleihe vor der Kuponfälligkeit an und werden dem Verkäufer bis einen Tag vor dem Verkaufstag zugerechnet und stehen dem Käufer erst ab dem Kauftag zu.

Der Emissionskurs muss, da der Kupon fix (oder teilweise fix bei der variablen Tranche) vorgegeben ist, bei Zinsänderungen angepasst werden. Fallen die Zinsen am Markt wird der Kupon aus der Sicht des Kunden wertvoller. In der Folge muss der Kaufpreis (Emissionskurs) der Anleihe angepasst werden.

Die KESt-Befreiung bis zu einem Zinssatz von 4% p.a. wird automatisch von der Bank berücksichtigt.

Es gibt keine Erbschafts-, Schenkungssteuer noch Einkommenssteuer. Es gibt allerdings eine Meldepflicht bei Schenkungen ab bestimmten jährlichen Höchstgrenzen. Bis 4% p.a. sind die Zinsen der Anleihen für in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige Privatanleger von der KESt befreit. Darüber hinaus unterliegen die Zinsen einer 27,5-%igen KESt-Besteuerung. Kursgewinne unterliegen bei einem Verkauf der 27,5%igen KESt. Bei einer betrieblichen
Veranlagung oder bei in Österreich beschränkt steuerpflichtigen Privatanlegern unterliegen die Zinsen einer 27,5 %igen KESt-Besteuerung.

Für ein Depot fallen generell (egal welche Wertpapiere) Spesen an, die im Einzelfall festgelegt werden.

Die Wohnbauanleihen sind für eine langfristige Veranlagung vorgesehen. Am besten ist, wenn der Kunde die Wohnbauanleihen bis zur Tilgung hält. Für kurzfristiges Kaufen und Verkaufen sind Wohnbauanleihen nicht konzipiert und es ist auch nicht empfehlenswert.

Trotzdem besteht für Kunden jederzeit die Möglichkeit, Wohnbauanleihen über die Erste Bank bzw. über die Sparkassen zu verkaufen.

Der Verkaufskurs wird bei fixverzinsten Anleihen grundsätzlich vom Zinsniveau beeinflusst. Sind die Zinsen stark gefallen können Verkäufer einen besseren Kurs erwarten als bei einem angestiegenen Zinsniveau. Variable Anleihen unterliegen den Zinsschwankungen in abgeschwächtem Ausmaß, da der Kupon jeweils an die Marktgegebenheiten angepasst wird.

Beim Verkauf können von der depotführenden Bank Spesen angelastet werden, die je nach Institut variieren. Am besten Sie informieren sich hierzu bei Ihrem Berater in Ihrem Institut. Ihr Berater informiert Sie über den aktuellen Ankaufs- und Verkaufskurs und damit verbundene Spesen.

Zwei Produkte – ein Abschluss: das WohnBauAnleihe-Sparen kombiniert den Steuervorteil und die langfristige Sicherheit einer Wohnbauanleihe mit dem besonders ertragreichen Bausparen mit staatlicher Prämie und attraktiver Verzinsung.

Beim WohnBauAnleihe-Sparen zeichnen Sie eine s Wohnbauanleihe. Die Kuponauszahlungen Ihrer Wohnbauanleihe können Sie dann z.B monatlich über ein Verrechnungskonto direkt in einen Bausparvertrag einzahlen. So bekommen Sie neben dem Steuervorteil eine attraktive Verzinsung und eine staatliche Prämie durch das Bausparen.

Die Wohnbauanleihen sind bis zu 4 % p.a. von der KESt (Kapitalertragsteuer) befreit. Bei einem Kupon von beispielsweise 2 % p.a. sind daher keine Steuern abzuziehen. Damit eine vergleichbare Anleihe auf den gleichen Nachsteuerertrag kommt, muss diese daher einen Kupon von 2,76 % zahlen (2,76 % abzgl. 27,5 % KESt entsprechen 2,0 % Nettoertrag). Dies entspricht einem Vergleichszinssatz von 2,76 % p.a.

Beispiel 1: Ein Kunde kauft am 01.01.2009 Wohnbauanleihen im Wert von € 100.000,00. Am 31.12. (Kuponfälligkeit im Beispiel) erhält er einen Kupon in der Höhe von € 3.500,00 (Kupon 3,5 % p.a.)

Beispiel 2: Ein Kunde kauft am 01.07.2009 eine Wohnbauanleihe um € 100.000,00. Er bekommt ebenfalls am 31.12. einen Kupon in der Höhe von € 3.500,00, obwohl er die Anleihe nur für ein halbes Jahr gehalten hat. Der Kaufpreis beträgt daher 100.000,00 zzgl. der Stückzinsen von Jänner bis Juni, die dem Verkäufer zustehen.

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